Polstermöbel aus Leder: Übersicht über die Lederarten

Ledermöbel überzeugen mit ihrer wertigen, edlen Optik, werden durch den Gebrauch immer schöner und entwickeln ihren ganz eigenen Charakter.

Als Naturprodukt steht Leder aufgrund seiner besonderen Eigenschaften für Beständigkeit und ist daher als Bezug für Sofas und Polsterbetten sehr beliebt. Doch Leder ist nicht gleich Leder. Von glatt bis rau, von naturbelassen bis pigmentiert und von pflegeleicht bis empfindlich – Je nach Herstellungsprozess und Weiterverarbeitung kann Leder in unterschiedliche Qualitätsklassen eingeteilt werden.

Anilinleder, naturbelassenes Leder

Beim Anilinleder handelt es sich um ein naturbelassenes, weiches Leder von höchster Qualität, das sich durch seine natürlichen Eigenschaften auszeichnet. Aufgrund der offenporigen Struktur ist diese Lederart besonders atmungsaktiv, jedoch durch das Eindringen von Feuchtigkeit auch fleckempfindlicher. Das Anilinleder nimmt die Körperwärme rasch an und ist sehr anschmiegsam. Besonders dicke Anilinleder werden auch als Sattelleder bezeichnet.

Semi-Anilinleder, leicht pigmentiertes Leder 

Das Semi-Anilinleder erhält eine leichte Pigmentierung, wodurch die Naturmerkmale des Leders leicht abgedeckt werden, aber dennoch zum Teil sichtbar bleiben. Das leicht pigmentierte Leder ist weniger atmungsaktiv als das Anilinleder, aber dafür nicht so empfindlich gegenüber Schmutz und Feuchtigkeit.

Detailfoto von Sofa Vilson mit Naht

Nubukleder, Rauleder

Nubukleder ist ein raues Leder, welches an der Oberfläche angeschliffen wird und dadurch eine samtige Oberfläche erhält. Von den Eigenschaften her ist es ähnlich wie Anilinleder. Es ist weich, schmiegt sich angenehm an, nimmt die Körperwärme schnell an, aber ist auch empfindlicher. 

Pigmentiertes Leder

Als pigmentiertes Leder bezeichnet man ein im Fass transparent durchgefärbtes und hydrophobiertes (wasserabweisendes) Leder. Es werden kleine Korrekturen an der Oberfläche durchgeführt und eine schützende und deckende Pigmentfarbschicht aufgetragen. Dann erhält das Leder eine Prägung, was bewirkt, dass nur mehr sehr wenige Naturmerkmale sichtbar sind. Diese Lederart ist trotz der Pigmentierung noch anschmiegsam und weich sowie sehr beanspruchbar und pflegeleicht.

Spaltvelours, gedecktes Spaltleder

Für Spaltvelours oder gedecktes Spaltleder wird die dem Fleisch zugewandte Hautschicht verwendet, die naturgemäß keine glatte, sondern eher eine faserige Oberfläche besitzt. Wird diese angeschliffen und das Leder im Fass durchgefärbt, entsteht das sogenannte Spaltvelours-Leder. Gedecktes Spaltleder ist hingegen ein Glattleder, bei dem das aufgeraute Leder geschliffen und sehr stark pigmentiert wird. 

Velourleder

Bei Velourleder handelt es sich um einen Sammelbegriff für alle Lederarten, die sich durch eine raue Gebrauchsfläche auszeichnen. 

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